Allgemeine Geschäfts­be­ding­ung­en

§1 Allgemeines – Anwendungsbereich

Die nachstehenden allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für das Vertragsverhältnis zwischen der Triaphon gUG (haftungsbeschränkt), Schillerpromenade 40, 12049 Berlin – nachfolgend „Triaphon“ genannt – und den LaiendolmetscherInnen – nachfolgend „Auftragnehmer“ genannt –.

§ 2 Tätigkeitsbereiche

Der Service von Triaphon besteht in der Bereitstellung eines 24-Stunden-Telefon-Dolmetscherservices für Krankenhäuser.

Die Vermittlung der Telefonate ist via Online-Telefonie programmiert und funktioniert als telefonische Direktverbindung zwischen Arzt/Pflegepersonal und Auftragnehmer. Bei einem eingehenden Anruf eines Arztes oder einer Pflegekraft unter der Servicenummer von Triaphon wird eine direkte Verbindung zu einem im System angemeldeten Auftragnehmer der gewählten Sprache hergestellt. Der Auftragnehmer erhält diesen Auftrag als eingehenden Anruf auf sein Telefon, dessen Nummer vorher bei Triaphon hinterlegt wurde.

Der Auftragnehmer übernimmt für Triaphon grundsätzlich folgende Tätigkeiten: Unterstützung des Pilotprojektes durch Dolmetscher- und Übersetzungstätigkeiten. Dies erfordert im Einzelnen Folgendes: Jeder Auftragnehmer erhält zu Beginn seiner Tätigkeit einen persönlichen, passwort-geschützten-Account auf der Online-Plattform von Triaphon (www.triaphon.org). Den Zugang hierfür erhält der Auftragnehmer per Email. Die Zustimmung zu diesen allgemeinen Geschäftsbedingungen ist Voraussetzung für die Aktivierung des Accounts. Der Auftragnehmer ist nicht befugt, Dritten Zugang zu seinem persönlichen Account zu gewähren oder sich durch Dritte unter seiner registrierten Telefonnummer in der Tätigkeit als Auftragnehmer vertreten zu lassen.

Nach Aktivierung des persönlichen Accounts kann sich der Auftragnehmer frei für selbst gewählte Bereitschaftszeiten eintragen. Der Auftragnehmer unterliegt bei der Durchführung der übertragenen geplanten Einsatzzeit keinen Weisungen durch Triaphon. Er ist in der Gestaltung seiner geplanten Einsatzzeit frei. Auf besondere betriebliche Belange im Zusammenhang mit seiner geplanten Einsatzzeit ist jedoch Rücksicht zu nehmen. Der Auftragnehmer hat für eine angemessene Gesprächsumgebung Sorge zu tragen. Der Auftraggeber hält sich das Recht vor, bei unsachgemäßen Handlungen des Auftragnehmers, den Account des betreffenden Auftragnehmers zu löschen.

§ 3 Leistungserbringung

Der Auftragnehmer übt seine Tätigkeit in seinen eigenen Räumlichkeiten aus. Triaphon stellt dem Auftragnehmer alle zur Ausübung seiner Tätigkeiten erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung. Das für die Arbeit notwendige Telefon wird vom Auftragnehmer selbst gestellt. Beide Vertragsparteien verpflichten sich zur gegenseitigen Kenntnisgabe, sofern sich bei der Vertragsdurchführung Abwicklungsschwierigkeiten oder vorhersehbare Zeitverzögerungen ergeben sollten.

§ 4 Vergütung / Aufwandsentschädigung

Die Tätigkeit des Auftragnehmers ist ehrenamtlich. Der Auftragnehmer hat jeweils am Quartalsende (also Ende März, Juni, September und Dezember eines jeden Jahres) die Wahl zwischen einer ehrenamtlichen Tätigkeit ohne Auszahlung einer Aufwandsentschädigung sowie einer ehrenamtlichen Tätigkeit mit Auszahlung einer Aufwandsentschädigung. Die Höhe der Aufwandsentschädigung richtet sich nach dem Umfang des Einsatzes für Triaphon. Sie ist auf maximal 720 Euro pro Kalenderjahr begrenzt. Voraussetzung für die Auszahlung der Aufwandsentschädigung ist, dass der Auftragnehmer keine Gelder von weiteren gemeinnützigen Organisationen als Ehrenamtspauschale bezieht. Die Telefonate werden nach Minuten abgerechnet. Tagsüber (06-21 Uhr) gilt ab 01.12.2017 ein Minutenpreis von 30 Cent, nachts (21-06 Uhr) von 45 Cent (Auf die Stunde hochgerechnet entspräche das einem Stundenlohn von 18 Euro pro Stunde (tagsüber) und 27 Euro pro Stunde (nachts).

Konditionen des Bereitschaftsdienstes: Der Auftragnehmer trägt sich für die Bereitschaftszeiten (je 3-Stunden-Blöcke) im Voraus (online) ein. Es können auch aufeinander folgende Bereitschaftszeiten gewählt werden. In den eingetragenen Bereitschaftszeiten muss sich der Auftragnehmer stets für ein Telefonat bereit halten. Sollte ein bereits eingetragener Bereitschaftsdienst nicht geleistet werden können, so ist der Auftragnehmer verpflichtet, sich umgehend (online) auszutragen oder dem Organisationsteam von Triaphon eine Mitteilung (telefonisch oder via Email) zu machen.

Triaphon behält sich das Recht vor, die Minutenpreise sowie die Konditionen des Bereitschaftsdienstes in Zukunft unter Wahrung einer Ankündigungsfrist von drei Monaten neu festzulegen.

§ 5 Aufwendungsersatz und sonstige Ansprüche

Mit der Zahlung der in diesem Vertrag vereinbarten Vergütung sind alle Ansprüche des Auftragnehmers gegen Triaphon aus diesem Vertrag erfüllt.

§ 6 Verschwiegenheit, Aufbewahrung und Rückgabe von Unterlagen

Der Auftragnehmer verpflichtet sich, über ihm im Laufe seiner Tätigkeit für Triaphon bekannt gewordene Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse Stillschweigen zu bewahren. Diese Schweigepflicht besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.

Unterlagen, die der Auftragnehmer im Rahmen seiner freien Mitarbeit erhalten hat, sind von ihm sorgfältig und gegen die Einsichtnahme Dritter geschützt aufzubewahren. Über die Gesamtheit der übersetzten Gesprächsinhalte sowie zusätzlicher Informationen von Patienten und/oder Angehörigen, die aufgrund der Tätigkeit dem Auftragnehmer bekannt werden, sind absolute Verschwiegenheit zu leisten.

§ 7 Vertragsbeginn und -laufzeit

Das Vertragsverhältnis besteht für die Zeit der Mitarbeit an dem Projekt. Vertragsbeginn ist der 01.12.2017 für all jene, die bereits als Auftragnehmer für Triaphon tätig sind. Bei Neueintritt in das Vertragsverhältnis gilt das Eintrittsdatum des Auftragnehmers als Vertragsbeginn.

§ 8 Gerichtsstand

Der Gerichtsstand ist Berlin.